Donnerstag, 5. März 2009

Rosmarin



Ist das nicht ein Prachtexemplar? Und wie der duftet, hab ich am Wochenende von ganz ganz ganz lieben Freunden erhalten. Wie ich mich freu. In meinem Kopf seh ich ihn auch schon blühen, wird das eine Pracht. Am liebsten würd ich ja den ganzen Tag mit der Hand darüber streichen, denn da werden bereits die Duftkammern geöffnet und der Duft entweicht.

Rosmarin, Rosmarinus officinalis, gehört zu den Lippenblütengewächsen (Lamiaceae). Seine ätherischen Öle werden durch Wasserdampfdestillation gewonnen und ist ca. 3 Jahre haltbar. Sein Duft ist meistens krautig-medizinisch. Aber Achtung, auch hier (wie beim Lavendel) ist Rosmarin nicht Rosmarin. Es können sich je nach Wuchsort verschiedene Chemotypen (Ct.) entwickeln. Eine Variante (Rosmarinus officinalis Ct. verbenon) duftet herrlich blumig.

Die Rosmarinpflanze kann sich im Mittelmeergebiet zu Sträuchern ja fast kleinen Bäumen entwickeln, dagegen ist meiner ein Baby.

Rosmarinus officinalis Ct. Borneon (Kampfer)
Diese Variante beiinhaltet hauptsächlich Kampferanteile, die dieses Öl zu einem starken Aufweck-Konzentrationsöl macht. Zudem hat es durchblutungsfördernde Wirkungen und ich als jemand mit niedrigem Blutdruck, bin immer wieder begeistert, wie toll er mir hilft.

Rosmarinus officinalis Ct. Cineol (Eukalyptol)
Der Duft dieses Rosmarins erinnert viele an Erkältungen. Ist sein Hauptinhaltsstoff auch das Eukalyptol, heißt nicht nur wie der Eukalyptus sondern duftet auch so und er hat viel weniger Kampfer.
Also sagt uns schon sein Inhaltsstoff bei Erkältungen fördert dieser die Schleimlösung und den Schleimauswurf. Er ist sanfter als Ct. Borneon trotzdem sehr wirkungsvoll.

Rosmarinus officinalis Ct. Verbenon
Leider ist dieser Ct. sehr selten zu bekommen (außer bei WADI) und dieser Rosmarin hat mir gestern sehr gut bei meiner Migräne geholfen. Ebenso regt er die Tätigkeit der Leber an.

Geschichte:
Der Rosmarin ist eine der ältesten Heilpflanzen überhaupt. Die Römer, Griechen und Ägypter wussten um die Wirkung und Verwendung dieser Pflanze. Als immergrüner, wärmeliebender Strauch (bis zu 2 Meter) ist er ja hauptsächlich in den Mittelmeerländern natürlich anzutreffen. Sie verwendeten ihn aufgrund seiner keimtötenden Wirkung als Räucherwerk um Krankheiten, Infektionen hintanzuhalten.

Kontraindikation: Hoher Blutdruck, Schwangerschaft, Kinder, bei empfindlichen Personen kann der Rosmarin (nach 16 Uhr angewendet) event. zu Schlafproblemen führen

Literaturhinweis: Aromatherapie für Pflege- und Heilberufe

Kommentare:

Eliane Zimmermann hat gesagt…

meiner und der der nachbarin kathy blühen schon! oder erst, in den letzten jahren blühten sie bereits ende januar.

Nicole hat gesagt…

Da ich seit letzter Woche hier mitlese,will ich die Chance nutzen und DANKE für die interessanten Infos sagen (ich will ja keine Schelte bekommen ;o) ).
Zum Rosmarin muss ich leider sagen, dass meiner den letzten Winter nicht überstanden hat. So lange so kalt war es bei uns aber auch noch nie. Jetzt überlege ich, welche Pflanze ihn ersetzen soll...

Waltraud Reischer hat gesagt…

liebe nicole,
oje ich schelte doch niemanden, ich freue mich über jeden der meinen blog liest und dem er gefällt.

ersatz für rosmarin, ne brauchst einen neuen, mach dir doch ein paar ableger dann kann ruhig einer eingehen.

DANKE für dein Lob.

Anonym hat gesagt…

hallo, ich bin grad durch eliane auf
ihren blog gekommen - entzückend, die
geschichte mit dem wauzi und der vanille!!

hab mich grad noch im ganz neuen (3/09) kundenkatalog von primavera vergewissert: rosmarin ct. verbenon
ist immer noch in der aktuellen liste (und duftet soo fein!)

Waltraud Reischer hat gesagt…

fein, dann gibt es ja noch einen tollen anbieter von rosmarin ct.verbenon

Katharina hat gesagt…

Rosmarin ist für mich Sommerfeeling im Winter. Meine überleben jedes Jahr im freien, habe keine Ahnung welche Sorte das ist. Aber ich verwende ihn im Winter eifrig zum Kochen, z.b. Rosmarinhuhn. Der Geschmack ist natürlich nicht so intesiv, aber es erinnert doch an den Sommer.