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Montag, 29. März 2010

Lateinische Bezeichnungen der Ätherisch-Öl-Pflanzen


Carl von Linné haben wir es zu verdanken, dass wir heute Pflanzen und Tiere in der sog. binominalen Schreibweise benennen. Diese wurde für Pflanzen zum ersten Mal 1753 in seinem Werk "Species plantarum" veröffentlicht; für Tiere in Systema Naturae (1758).

Das bedeutet seitdem, dass wir Pflanze und Tiere mit 2 Namen benennen, wie z.B. Citrus limon (Zitrone).
Der erste Name Citrus benennt uns die Gattung --> Zitrusfrüchte und der zweite Name verweist auf die Art der Pflanze --> Zitrone. Aktuellerweise (oder auch verwirrenderweise) werden jetzt auch die Autorenkürzel der zuletzt klassifizierenden Pflanzenautoren hintangehängt. wie z.B. Citrus limon (L.) Burm. f.
Citrus = Zitrusfrüchte
limon = Zitrone
(L.) = Abkürzung für Linné
Burm. f. = Nicolaas Laurens Burman

Im normalen "Alltag" reicht uns aber die Bezeichnung Citrus limon.


Und da wir gerade in unserem Kurs die Rautengewächse (Rutaceae) durchgenommen haben, schreibe ich Euch diese hier in der aktuellen Version der gängigsten Sorten, sortiert nach der Deutschen Bezeichnung, auf. Nachzulesen im "Zander - Handwörterbuch der Pflanzennamen (18. Auflage):

Bergamotte - Citrus bergamia Risso et Poit.
Bitterorange - Citrus aurantium L.
Grapefruit - Citrus paradisi Macfad.
Saure Limette - Citrus aurantiifolia (Christm. et Panz.)
Mandarine - Citrus reticulata Blanco
Orange - Citrus sinensis (L.) Osbeck
Pampelmuse - Citrus maxima (Burm.) Merr.
Zedrat-Zitrone - Citrus medica L.
Zitrone - Citrus limon (L.) Burm f.

ebenfalls zu den Rautengewächsen gehören:

Balsamstrauch - Amyris balsamifera L. und natürlich der Namensgeber
Wein-Raute - Ruta graveolens L.

PS: Nachtrag aufgrund e-mailNachfrage: Zitrusplakat erhältlich bei mir unter: waltraud.reischer(at)aon.at für Euro 15,--

Mittwoch, 26. November 2008

Robert Tisserand - Unfallgeschichte Gattefossé


Soeben fand ich im Internet die wahrscheinlich richtige Fassung des Unfalles von René-Maurice Gattefossé.

Robert Tisserand beschreibt es auf seiner Website (englisch) folgendermaßen:

Im Labor von Gattefossé gab es eine Explosion, welche ihn mit einer brennenden Substanz bedeckte. Um diese zu löschen rollte er sich auf einem Rasen hin und her. Es entwickelte sich trotzdem ein Gasbrand, ausgelöst durch Bakterien: Clostridium perfringens (wahrscheinlich von der Erde). Ein bewusstes Spülen mit Lavendel stoppte die weitere Vergasung des Gewebes - damals führte ein Gasbrand oftmals zum Tode. Dieser Behandlung folgte ein ausgiebiges Schwitzen und der Heilprozess setzte am nächsten Tag ein.
Auf deutsch nachzulesen auch bei Eliane Zimmermann´s - Weblog