Ist das nicht ein Prachtexemplar? Und wie der duftet, hab ich am Wochenende von ganz ganz ganz lieben Freunden erhalten. Wie ich mich freu. In meinem Kopf seh ich ihn auch schon blühen, wird das eine Pracht. Am liebsten würd ich ja den ganzen Tag mit der Hand darüber streichen, denn da werden bereits die Duftkammern geöffnet und der Duft entweicht.
Rosmarin, Rosmarinus officinalis, gehört zu den Lippenblütengewächsen (Lamiaceae). Seine ätherischen Öle werden durch Wasserdampfdestillation gewonnen und ist ca. 3 Jahre haltbar. Sein Duft ist meistens krautig-medizinisch. Aber Achtung, auch hier (wie beim Lavendel) ist Rosmarin nicht Rosmarin. Es können sich je nach Wuchsort verschiedene Chemotypen (Ct.) entwickeln. Eine Variante (Rosmarinus officinalis Ct. verbenon) duftet herrlich blumig.
Die Rosmarinpflanze kann sich im Mittelmeergebiet zu Sträuchern ja fast kleinen Bäumen entwickeln, dagegen ist meiner ein Baby.
Rosmarinus officinalis Ct. Borneon (Kampfer)
Diese Variante beiinhaltet hauptsächlich Kampferanteile, die dieses Öl zu einem starken Aufweck-Konzentrationsöl macht. Zudem hat es durchblutungsfördernde Wirkungen und ich als jemand mit niedrigem Blutdruck, bin immer wieder begeistert, wie toll er mir hilft.
Rosmarinus officinalis Ct. Cineol (Eukalyptol)
Der Duft dieses Rosmarins erinnert viele an Erkältungen. Ist sein Hauptinhaltsstoff auch das Eukalyptol, heißt nicht nur wie der Eukalyptus sondern duftet auch so und er hat viel weniger Kampfer.
Also sagt uns schon sein Inhaltsstoff bei Erkältungen fördert dieser die Schleimlösung und den Schleimauswurf. Er ist sanfter als Ct. Borneon trotzdem sehr wirkungsvoll.
Rosmarinus officinalis Ct. Verbenon
Leider ist dieser Ct. sehr selten zu bekommen (außer bei WADI) und dieser Rosmarin hat mir gestern sehr gut bei meiner Migräne geholfen. Ebenso regt er die Tätigkeit der Leber an.
Geschichte:
Der Rosmarin ist eine der ältesten Heilpflanzen überhaupt. Die Römer, Griechen und Ägypter wussten um die Wirkung und Verwendung dieser Pflanze. Als immergrüner, wärmeliebender Strauch (bis zu 2 Meter) ist er ja hauptsächlich in den Mittelmeerländern natürlich anzutreffen. Sie verwendeten ihn aufgrund seiner keimtötenden Wirkung als Räucherwerk um Krankheiten, Infektionen hintanzuhalten.
Kontraindikation: Hoher Blutdruck, Schwangerschaft, Kinder, bei empfindlichen Personen kann der Rosmarin (nach 16 Uhr angewendet) event. zu Schlafproblemen führen
Literaturhinweis: Aromatherapie für Pflege- und Heilberufe